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Zehntausend Stunden

Warum ich auf dieser Website keine Cookies verwende

Oft sind Cookies gut und sinnvoll. Aber nicht immer. Wann Sie keine Cookies verwenden müssen – und Ihren Nutzer*innen die Cookie-Banner ersparen können.

Ihnen ist sicher aufgefallen, dass diese Website Sie nicht vor die Frage stellt, ob Sie mit der Nutzung von Cookies einverstanden sind. 

Sie finden keine Erklärung zu Cookies. Und es wird Ihnen auch keine Auswahl zwischen „Essenziellen Cookies“, „Funktionalen Cookies“ und „Marketing-Cookies“ angeboten. 

Das liegt ganz einfach daran, dass ich auf dieser Website keine Cookies verwende (Erläuterung zur Anzeige in Chrome am Ende des Artikels).

Nun kommt Ihnen heutzutage auf fast jeder Website als erstes ein Cookie-Banner entgegen. Umkehrschluss: Fast jede Website nutzt Cookies. Daher könnten Sie sich fragen, warum ich das nicht auch mache.

Habe ich etwas gegen Cookies? Oder habe ich gar generell etwas gegen Tracking? Durchaus nicht.

Cookies sind für bestimmte Funktionen unerlässlich. Und Tracking ist grundsätzlich ein legitimes Anliegen von Website-Betreiber*innen. Ich bin der Auffassung, dass jede Organisation die (legalen) Tracking-Methoden nutzen sollte, die für sie sinnvoll sind

Eine andere Einstellung wäre auch kontraproduktiv für eine Person, die sich im Online-Marketing tummelt 🤓

Nur Cookies verwenden, wenn diese einen Sinn haben

Der springende Punkt: Website-Betreiber*innen sollten zweckmäßige Cookies und angemessene Tracking-Methoden einsetzen. Welche das sind, lässt sich nicht pauschal sagen. Sondern nur mit Blick auf die Funktionen einer Website und auf die Ressourcen ihrer Betreiber*innen beantworten.

So genannte „essenzielle“ und „funktionale“ Cookies wären auf meiner Website weder essenziell noch funktional. Sondern schlicht sinnlos.

Ich habe zum Beispiel keinen Shop. Darum muss ich nicht sicherstellen, dass der Inhalt eines Warenkorbs einer bestimmten Person zugeordnet wird. 

Aber würde es mich nicht interessieren, wie sich Besucher*innen auf meiner Website bewegen? Was sie zuerst lesen, worauf sie dann klicken? 

Klar. Aber um das herauszufinden, müsste ich nicht nur entsprechende Cookies installieren. Ich müsste die Daten, die sie sammeln würden, auch auswerten. Wenn ich realistisch bin, weiß ich, dass ich mir die Zeit nicht nehmen werde.

Aber nur wenn ich die Daten aus den Cookies nutze, bin ich überhaupt berechtigt, sie zu sammeln. Andernfalls verstoße ich gegen den Grundsatz der Datensparsamkeit im Sinne der DSGVO.

Statt Cookies zu verwenden, nutze ich daher andere Methoden zur Optimierung meiner Website:

Website-Optimierung ohne Cookies

Beispielsweise schaue ich alle paar Monate, was mir das Google-Webmaster-Tool zu den Suchbegriffen meiner Nutzer*innen zu sagen hat. Die Ergebnisse fließen in meine Überlegungen zur Gestaltung meiner Website und zu neuen Blogposts ein. 

Feedback zur Attraktivität meiner Website bekomme ich ebenfalls von Google (wie ranken meine Blogposts?). 

Infos zum Nutzer*innenverhalten kriege ich übers Telefon, manchmal auch per Email – von Menschen, die einen meiner Artikel gelesen haben und nun erwägen, meine Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Auch die Erkenntnisse aus diesen Kontakten fließen in die Entwicklung meiner Inhalte ein. 

Die oben genannten Methoden sind die absoluten Basics der kontinuierlichen Website-Optimierung. Cookies zu verwenden – und tatsächlich zu nutzen, wäre der nächste Schritt.

Dafür braucht es entsprechende Kapazitäten. Sonst sammeln Sie Daten, die Sie nicht brauchen. Und halten sich nicht mehr an den Grundsatz der Datensparsamkeit (s. oben).

Cookies sind sinnvoll, wenn Sie sie richtig nutzen (können)

Erst ab einer gewissen Größe Ihrer Organisation (deutlich größer als meine) und einer gewissen Komplexität der Funktionen Ihrer Website (deutlich komplexer als meine) sollten Sie wirklich Cookies verwenden. 

Sie brauchen dann allerdings auch

  • eine regelmäßige Auswertung im Zusammenhang mit den Ergebnissen anderer Analysetools
  • die Ressourcen, daraus Aktionen zur Verbesserung Ihrer Website abzuleiten. 
  • und – angesichts der sich ständig verschärfenden Gesetzeslage und Rechtssprechung – eine kontinuierliche juristische Beratung

Entweder Cookies sinnvoll einsetzen – oder keine Cookies verwenden

Fazit: Wenn Sie für die Funktionalität Ihrer Website nicht unbedingt Cookies brauchen (Beispiel: kein Shop, keine Community, kein Login-Bereich…) und wenn Sie keine datenbasierte Website-Optimierung anstreben – dann müssen Sie auch keine Cookies verwenden. 

Und können so den Nutzer*innen Ihrer Website die lästigen Cookie-Banner ersparen 🥳

Fragen zur sinnvollen Nutzung von Cookies?

Sie wollen sich über den sinnvollen Einsatz von Cookies austauschen oder brauchen generell Unterstützung bei der Optimierung Ihrer Website? Rufen Sie einfach an 😊

Erläuterung zur Anzeige im Browser Chrome von Google:

Zwar führt Chrome für meine Seite in der Rubrik Cookies „Indexierte Datenbanken“ und „Sitzungsspeicher“ auf, aber auch hier werden keine Daten gespeichert. In Analyse-Tools (zum Beispiel Webbkoll) und anderen Browsern (zum Beispiel Firefox) werden diese Kategorien für die Website gar nicht erst angezeigt.

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