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Zehntausend Stunden

Bessere Newsletter in drei Schritten

Wer wünscht sich nicht, dass seine Abonnenten die Ankunft des nächsten Newsletters kaum erwarten können? Dass sie ständig ihre Mailbox checken, wenn sie mit der Ankunft einer neuen Ausgabe rechnen?

Schon bevor Sie den Text für einen Newsletter schreiben, können Sie in drei Schritten die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass der Inhalt für die Leser tatsächlich relevant ist.

Ein Post über Abonnenten-Segmente, automatisierte Emails – und die Macht des Aussortierens.

Das Problem: als Newsletter getarnter Spam

Gefühlte 99 Prozent aller B2B-Unternehmen fluten die Inboxes ihrer potentiellen Kunden mit Spam – getarnt als Newsletter.

Der Empfänger hat irgendwann irgendwo ein Häkchen gesetzt und zugestimmt, regelmäßig „die wichtigsten Branchen-News“ oder „alles, was Sie über XYZ wissen müssen“ zu erhalten.

Doch leider bekommt er weder die wichtigsten Branchen-News noch erfährt er alles, was er über das fragliche Thema wissen muss. Vielmehr erklären die Newsletter ihm wieder und wieder, warum er die Produkte des Absenders kaufen sollte.

Liest natürlich kein Mensch.

Wer seine sieben Sinne beisammen und noch anderen Aufgaben im Verlauf des Arbeitstages zu erfüllen hat, öffnet so einen Newsletter höchstens einmal.

Alle weiteren Zuschriften des Unternehmens ignoriert er und nimmt sich zunehmend genervt vor, sich von dieser Liste abzumelden. Und in Zukunft endlich vorsichtiger zu sein mit den Häkchen auf irgendwelchen Online-Formularen.

Die Lösung: Segmente bilden, nicht nur Newsletter verschicken, Nicht-Leser aussortieren

Schon bevor Sie den Content erstellen, der an ihre Newsletter-Abonnenten gehen soll, können Sie sicherstellen, dass Sie Ihren potentiellen Kunden in jedem Newsletter Mehrwert liefern.

Diese drei Schritte erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass der Leser einen Nutzen aus dem Newsletter ziehen kann – und Sie eine Chance haben, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen:

Erster Schritt: Bilden Sie bei der Newsletter-Anmeldung Segmente

Es kann gut sein, dass der neue Newsletter-Abonnent bisher noch nicht viel mit Ihrem Unternehmen oder Ihrer Marke zu tun hatte – darum überfordern Sie ihn nicht. Aber ein paar Fragen im Anmelde-Formular sind legitim. Und sie können viel dazu beitragen, Ihren Newsletter auf die einzelnen Abonnenten-Segmente und deren Interessen zuzuschneiden.

Stellen Sie Multiple-Choice-Fragen, zum Beispiel:

  • welche Themen den Abonnenten besonders interessieren
  • wie oft er den Newsletter erhalten möchte
  • welche Formate (Text, Video, Infografik…) er bevorzugt

Zweiter Schritt: Ergänzen Sie Ihren Newsletter mit automatisierten Emails

Außer dem Newsletter selbst gibt es eine Reihe von Gelegenheiten, zu denen Sie automatisierte Emails verschicken können. Es lohnt sich, dafür ein System aufzusetzen: Die Klickraten sind sehr gut im Vergleich zum gewöhnlichen Newsletter.

Verschicken Sie automatisierte Emails zum Beispiel wenn

  • Sie einen neuen Newsletter-Abonnenten begrüßen können
  • ein Nutzer erstmals einen Account erstellt
  • ein Kunde eine Information herunterlädt
  • jemand Ihren Service erstmals ausprobiert
  • ein Kunde seinen Warenkorb stehen lässt
  • ein Nutzer einen Account nicht vollständig erstellt hat
  • wenn jemand seit einem bestimmten Zeitraum Abonnent oder Kunde ist (drei Monate, ein Jahr…)
  • wenn ein Nutzer auf etwas Bestimmtes geklickt hat

Dritter Schritt: Sortieren Sie Nicht-Leser Ihres Newsletters aus

Es mag sich im ersten Moment anfühlen wie das Gegenteil von dem, was Sie erreichen wollen, aber tun Sie es trotzdem:

Wenn jemand über einen bestimmten Zeitraum (zum Beispiel ein halbes Jahr) Ihren Newsletter nicht angeklickt hat, kündigen Sie ihm freundlich und respektvoll an, das Abonnement zu beenden, wenn Sie nichts von ihm hören („Wenn Sie unseren Newsletter mit wertvollen Infos zu XYZ weiter beziehen möchten, klicken Sie hier“).

Warum sollten Sie das tun?

Ein genervter Abonnent wird wohl kaum zu einem Kunden. Schlimmer noch: Er könnte Ihrer Marke mehr schaden als nutzen.

Aber nicht nur das: Wenn Sie einem Adressaten zeigen, dass Sie Respekt von ihm und seiner knapp bemessenen Zeit haben, haben Sie zumindest Chancen auf seine Sympathie.

Den Newsletter muss er deswegen immer noch nicht lesen. Aber es kommt auch vor, dass jemand zum Leser wird, weil er denkt:

„Das Unternehmen nimmt mich ernst. Der Absender will mir nicht meine Zeit stehlen, sondern mir wirklich etwas Interessantes bieten. Vielleicht sollte ich mir das doch nochmal genauer anschauen!“

Demnächst in diesem Blog: Wie man einen guten Newsletter schreibt.

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